Archiv für Januar 2008

2ND PARTY & POLITICS WEEKEND

PARTY ON!

Zum 63. Jahrestag der Befreiung von Ausschwitz / Sonntag 27.01.2008

Auschwitz-Komitee i.d. BRD e.V.:
Gegen das Vergessen
– Zur Erinnerung an Hans Frankenthal (1926-1999)

Anlässlich der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz durch die Rote Armee am 27. Januar 1945 wird an den langjährigen Stellvertretenden Vorsitzenden des Auschwitz-Komitees, Hans Frankenthal, erinnert.
Gemeinsam mit seinem Bruder Ernst überlebte Hans fast zwei Jahre Zwangsarbeit in Auschwitz-Monowitz, dem von der IG-Farben betriebenen Außenlager. Die Todesmärsche führten die Brüder über das KZ Mittelbau-Dora nach Theresienstadt, wo sie befreit wurden. Hans und Ernst kehrten nach Schmallenberg im Sauerland zurück, wie sie es ihrem Vater versprochen hatten.
Film „Hans Frankenthal – Ein Jude aus dem Sauerland“ (angefragt)
Lesung: Der Schauspieler Peter May liest aus Hans Frankenthals Biografie „Verweigerte Rückkehr“
So. 27. Jan. 13.00 Uhr / Polittbüro
www.auschwitz.info

Rundgang: Jüdische Häftlinge im KZ Neuengamme
Ein thematischer Rundgang mit Swenja Granzow
27.01.2008 14 Uhr Haupteingang / Dauer ca. 3 Std. / Gedenkstätte KZ Neuengamme

Film Im Metropolis:
Im Schatten des Holocaust
Kinder der Opfer – Kinder der Täter

D 1994, Heike Mundzeck 54 min.

Mai 1945: Ende des Zweiten Weltkrieges, Ende des Naziterrors und Befreiung der Konzentrationslager. Die Überlebenden des Holocaust wagen den Neuanfang, verbunden mit der Hoffnung, ihren Kindern nunmehr ein unbeschwertes Heranwachsen zu ermöglichen. Über die Familien der Täter dagegen senkt sich lähmendes Schweigen. 50 Jahre später berichten Kinder von Opfern und Kinder von Tätern, mittlerweile selbst erwachsen, was es bedeutet, im Schatten einer unbewältigten Vergangenheit aufzuwachsen. Sie offenbaren ihre innere Zerrissenheit, ihre Überforderung angesichts unverarbeiteter Familientragödien, die sich in Scham und Wut, blockierter Kommunikation oder offener Konfrontation Bahn bricht und nicht selten das eigene Selbstverständnis belastet.

27.1. 17.00 / Metropolis

Join us in politics!
[tag]

BAHN FREI FÜR DIE ANTIFA! NAZIAUFMARSCH IN MECKELFELD? NIX IS! AFA ACTION 20.1. 08

Bahn frei für die Antifa!
Naziaufmarsch in Meckelfeld? NIX IS – ANTIFA ACTION!

Am 20.1.08 ist nicht nur der erste autofreie Sonntag an dem es möglich ist Busse & Bahnen umsonst zu nutzen, sondern es wollen auch Neonazis in Meckelfeld (also direkt vor unserer Tür!) einen Aufmarsch veranstalten. Unsinn des Ganzen ist der NPD Wahlkampf in Niedersachsen. Unsere Genossen_innen aus Nds. brauchen dringend unseren support!
Vor Ort wird es unter anderem eine Antifademo geben, an der wir teilnehmen wollen.
Deshalb fahrt GEMEINSAM mit uns im KOSTENLOSEN ANTIFA-ACTION-ZUG nach Meckelfeld!

Treffpunkt pünktlich 10.00 Uhr vor dem Reisezentrum / HBF

AFA DEMO:
11 Uhr – Schulzentrum Meckelfeld – Appenstedter Weg

Join the antifascist street action!

Hier der Aufruf der Lüneburger AFA:

Kein Naziaufmarsch in Meckelfeld
Die rassistische Hetze stoppen – Der NPD entgegentreten!

Eine Woche vor der Landtagswahl in Niedersachsen, will die neofaschistische NPD am Sonntag, den 20. Januar 2008 gegen das, was sie „Ausländergewalt“ nennt, demonstrieren. Unter dem rassistischen Motto „Sicher leben ohne Multikulti – gegen Ausländergewalt!“ hat der Unterbezirk Lüneburg der niedersächsischen NPD einen Aufmarsch in Meckelfeld angemeldet. Unterstützung erhält die NPD dabei von Hamburger Nazistruktruren, u.a. vom bundesweit bekannten Naziaktivisten Christian Worch, der ebenfalls zur Kundgebung aufruft.
Als Anlass versucht die NPD einen Überfall auf zwei junge Männer am Neujahrsmorgen in Meckelfeld und die aktuelle Debatte über Jugendgewalt und die Verschärfung des Strafrechts, für sich auszunutzen. Der Zeitpunkt und das Motto dieser Demonstration sind von der NPD nicht ohne Bedacht gewählt worden, appelliert es einerseits an das rassistischen Gedankengut des neonazistischen Klientels und bildet andererseits große Schnittmengen mit bürgerlich-rassistischen Diskursen, wie sie momentan u.a. vom hessischen Ministerpräsidenten Koch und anderen CDU-Funktionären geführt werden.

Mit Rassismus auf Stimmenfang
Zwei maßgeblich artikulierte Forderungen, sowohl des bürgerlichen Lagers, als auch der NPD, sind die Verschärfung des Strafrechts, sowie die Abschiebung vermeintlich krimineller oder „nicht-verwertbarer Ausländer“. Ziel solch einer Debatte ist wohl kaum eine zukünftige Verhinderung ähnlicher Übergriffe, sondern der Wunsch zu strafen und Rache zu üben, wie auch die Selbstbestätigung im eigenen ressentimenthaften Denken. So ist nicht weiter verwunderlich, dass aus einer langen Liste von Übergriffen und Gewalttaten, gerade der in München von der politischen Rechten herausgegriffen wurde, um ihn nach allen Mitteln ihrer Kunst aufzubereiten. Besonders zu beobachten ist die massive Betonung der „nicht-deutschen“ Herkunft der Täter und der angeblichen Beschimpfung des Opfers als „Scheiß Deutscher“. Obwohl das für die objektive Betrachtung des Hergangs völlig unwichtig ist, werden durch die Verkürzung der Tat auf die konstruierten Gegensätze „Deutsch“ und „Ausländisch“ Projektionsflächen für rassistische Selbstbestätigung geschaffen. Das „Deutsche“ kann mit dem Opfersein gleichgesetzt werden, wohingegen das „Ausländische“, das „Fremde“ mit einer irrationalen Bedrohung assoziiert wird. Mit den realen Umständen der Tat hat dies dann kaum noch etwas zu tun und genau so wenig kann es zur zukünftigen Verhinderung von Gewalt dienen. Die eigene Ideologie bestätigend, werden einzig (nationale) Identitäten konstruiert, irrationale Bedrohungsszenarien geschaffen und rassistische Ausgrenzung weiter verstärkt. Interessant ist auch, dass Übergriffe von Neonazis nur selten eine solche mediale Aufmerksamkeit erregen.

Mit Hetze gegen MigrantInnen will Hessens Ministerpräsident Roland Koch (CDU) die drohende Niederlage bei der Landtagswahl am 27. Januar abwenden. Dabei schreckt er auch vor plattesten Stammtischparolen nicht zurück. Der hessische Ministerpräsident nutzt mit der Unterstützung der Bundeskanzlerin und der CSU einen in der Tat brutalen Überfall auf einen Rentner in der Münchner U-Bahn, um in einer widerlichen Art und Weise Forderungen nach Verschärfungen des Jugendstrafrechts mit rassistischen Untertönen zu verknüpfen. Obwohl die Zahl der Straftaten seit Jahren sinkt, geht es in der aktuellen Debatte nur um härtere Strafen, Abschiebeforderungen und Law and Order. Nicht verwunderlich ist dabei der Beifall von der NPD. Für rechte Wahlstrategen – nicht nur von der NPD – ist die „die Kriminalität ausländischer Jugendlicher“ ein willkommenes Argument, allen Menschen mit anderer Herkunft in Deutschland ihre Daseinsberechtigung zu entziehen.
Dabei ist es eine verkürzte Sichtweise, beim Thema Kriminalität nur über Menschen mit Migrationshintergrund zu sprechen. Jugenddelinquenz hat – unabhängig von der Herkunft – fast immer mit fehlenden Perspektiven, abgebrochener Schulausbildung, beschämenden sozialen Verhältnissen zu tun. Hier müsste man also ansetzen, anstatt populistisch die Keule des Strafrechts zu schwingen. Doch Koch und Konsorten hängen immer noch dem Irrglauben an, soziale Probleme durch das Strafrecht lösen zu können.

In einer Gesellschaft, die sich auf Gewalt gründet, ist eben diese nichts „Fremdes“, dessen Eindringen vorgebeugt werden kann. So werden u.a. tagtäglich Frauen sexistischer Unterdrückung ausgesetzt, so genannte „AusländerInnen“ rassistisch ausgegrenzt und Lohnabhängige aus kapitalistischer Notwendigkeit ausgebeutet. Diese mitunter gewaltsam aufrechterhaltenen gesellschaftlichen Unterdrückungsverhältnisse produzieren als Konsequenz wiederum Gewalt.

Die Debatte um Abschiebungen und die weitere Verschärfung der Lebensbedingungen für MigrantInnen, die einen großen Teil der Programmatik der NPD und ähnlicher Gruppierungen ausmacht, bewegt sich auf einem ähnlichen Terrain. Die Forderung einer weiteren Ausweitung des schon jetzt absolut inhumanen und gewalttätigen Abschiebeapparates stellt auch in der aktuellen Debatte die ethnische Herkunft des Täters in den Vordergrund. Die Praxis des institutionalisierten Rassismus, sprich den Lagerzwang für MigrantInnen, Arbeits- und Reiseverbote für Flüchtlinge und weiterer staatlicher Zwangsmaßnahmen, ist nicht trennbar von dem der Nazis und umgekehrt. Die Nazis erkennen im staatlichen Rassismus eine teilweise Verwirklichung eigener Wünsche von rassistischer Ausgrenzung und Gewalt, die es aus ihrer Sicht zu verstärken gilt. Ebenso kann ihr Agieren und Intervenieren in gesamtgesellschaftlichen Zusammenhängen eben diese verschärfen. Die Verschärfung des Asylrechts kurz nach den Pogromen gegen MigrantInnen in Rostock-Lichtenhagen zu Beginn der 1990er kann hierfür als Beispiel dienen.

NO NPD – Deine Stimme gegen Nazis !
Am 27. Januar 2008 finden die nächsten Landtagswahlen in Niedersachsen statt. Zu ihnen tritt auch die neofaschistische „Nationaldemokratische Partei Deutschlands“ (NPD) an. Unterstützung erhält sie dabei durch die gewalttätig und offen neonazistisch auftretenden „Freien Kameradschaften“. So kandidieren mehrere dieser – zum Teil mehrfach vorbestraften – Neonazis als Direktkandidaten für die NPD. Die NPD ist in dem Flächenland Niedersachsen auf die Unterstützung der „Freien Kameradschaften“ angewiesen, da sie ohne diese Hilfe alleine keinen Wahlkampf durchführen könnte.

Im Wahlkreis (Seevetal) tritt der Neonazi Michael Kraft für die NPD als Direktkandidat an. Der 1973 in Buchholz in der Nordheide geborene Michael Kraft ist gelernter Maurer und lebt heute in Dohren (Nähe Tostedt). In der Öffentlichkeit ist er bisher nicht in Erscheinung getreten und stammt vermutlich aus der Neonaziszene aus dem Raum Tostedt. In Tostedt ist die Kameradschaft „Gladiator-Germania“ aktiv und der verurteilte Totschläger und aktive Neonazi Stefan Silar betreibt dort den Szeneladen „Streetwear Tostedt“.

Die NPD versucht den aktuellen rassistischen Diskurs für sich zu nutzen. Kaum setzte die aktuelle Debatte ein, legte die NPD ihren Schwerpunkt im Wahlkampf auf rassistische Agitation. Die menschenverachtende Ideologie der Neonazis knüpft an weit verbreitete Politikvorstellungen in der Gesellschaft an. Nationalismus, Antisemitismus und Rassismus entstehen auch aus der Mitte dieser Gesellschaft. Neonazistrukturen können sich dort ausbreiten, wo ihnen bisher nur wenige Widerstände entgegen gesetzt wurden, in einem Klima des Wegschauens und Verschweigens. Dagegen gilt es die Stimme zu erheben und aktiv zu werden!

Es gilt daher nicht nur der NPD oder anderer Nazigrüppchen entschieden entgegenzutreten, sondern sich jedem rassistischen und nationalistischen Denken und Handeln zu widersetzen – egal wo und wie es sich zeigt.

Neben der Notwendigkeit, den Nazis das Leben so schwer wie möglich zu machen, gilt es auch, die Ursachen zu bekämpfen, die zur Entwicklung rechter Einstellungen führen. Um diese Ursachen zu bekämpfen, ist es wichtig, die Perspektive einer emanzipatorischen Gesellschaft zu formulieren und voranzutreiben.

Schöner leben ohne Nazis und Rassismus!
Den Naziaufmarsch verhindern!

UPDATE! 19.1. WARM UP! – DVU PROPAGANDA VERHINDERN!

FÄLLT AUS – JEDENFALLS IN LANGENHORN!
CHECKT MORGEN FRÜH INDY!
TREFFPUNKT IST GECANCELED

Für Samstag den 19.01.2008 hat die DVU einen Propaganda-Stand in Langenhorn angekündigt.
Wir haben was dagegen – Antifa warm up für den 20.1.
Treffpunkt: 9 Uhr S-Bahn Sternschanze-Hamburg

Join us in frühaufstehen!
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